Sirmione

Urlaub in Sirmione

Das Städtchen Sirmione liegt am Südufer des Gardasees. Ein Teil der Altstadt befindet sich auf einer Halbinsel, die 4 km in den See hineinragt. Der Landzipfel, auf dem Sirmione gelegen ist, hat die Form eines Dreiecks und besteht aus den drei Hügeln, „Cortine“, „San Pietro in Mavino“ und den „Grotten des Catull“. Das Klima in Sirmione ist mild, wie überall am Gardasee. Bereits die alten Römer kamen gerne nach Sirmione. Die Halbinsel war bekannt als Ferienort höhergestellter Familien. Aus dieser Zeit stammen auch die Überreste einer römischen Villa, genannt „Grotten des Catull“. Sie erstrecken sich über eine Fläche von 2 Hektar und bilden die bedeutendste archäologische Fundstelle Oberitaliens. Ihren Namen verdankt die villa dem Poeten Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jh. v. Chr. in Rom gelebt hat, und diesen Ort gelegentlich besuchte. Das Thermalwasser von Sirmione ist reich an Schwefel, Brom und Iod. Es entspringt im Becken des Monte Baldo in Venetien auf 2.200 m Höhe, von dort aus erreicht das Wasser die Quellen von Boiola, Virgilio und Catullo mit einer Temperatur von 69° C. Die Römer kannten und nutzten schon früh die heilende Wirkung des warmen Wassers, das auf dem Grund des Gardasees entspringt. Am äußersten Rand der Landzunge von Sirmione trifft man auf eine außergewöhnliche geologische Formation. Das Ufer des Gardasses wird hier von einem bis zu 100 m breiten Ring aus Kalkplatten umfasst. Die weißen Platten schimmern durch die Wasseroberfläche und lassen das Wasser des Sees in hellem Türkis leuchten. Ein breiter Wassergraben trennt die verkehrsberuhigte Altstadt Sirmiones vom Festland. Hier erwarten den Besucher enge Gassen und ruhige Plätze gesaäumt von zahlreichen Boutiquen und Antiquitätenläden, Cafés und Restaurants. Neben der einzigen Brücke, die in die Altstadt führt, thront eine wunderschöne Wasserburg, die Scaligerburg mit ihrem großen Hafenbecken und einer Ringmauer. Sie schließt das Städtchen vom Festland ab. Die Scaliger bauten im 13. Jh. auf den Mauern eines alten Römerkastells die wehrhafte Burg mit den typischen Schwalbenschwanzzinnen. Sie diente vorrangig zur Verteidigung und Machtdemonstration der Scaliger und prägt noch heute das Bild von Sirmione. Nur über eine Zugbrücke gelangt man über die tiefen Wassergräben in die Burg, von der aus man den Zugang zur Ortschaft kontrollieren konnte. Bei einem Rundgang über die Wehrgänge und durch die Ecktürme kann man ein Bild von dem ausgeklügelten Verteidigungssystem aus dicken Mauern, Treppen und Zugbrücken machen. Die Burg bietet einen Blick auf den Hafen von Sirmione, der ebenfalls von den Scaligern angelegt wurde und der der Gardaseeflotte Schutz bot. Der 47 m hohe Mastino-Turm im großen Hof war im Mittelalter Waffenkammer und Hauptgebäude der Militäranlage. Auf einer kleinen Anhöhe an der Ostseite des Ortes steht die Pfarrkirche Santa Maria Maggiore aus dem 15. Jh. Ihr Inneres aber, mit seinen zahlreichen Fresken, einem imposanten Marmoraltar und einer schönen Orgel stammt.
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